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Tellerdruckfilter

Selbstsynchronisation

Selbstsynchronisation eines Tellerdruckfilters

Der Betrieb von Tellerdruckfiltern erfordert das Entfernen des Filterkuchens, was jeweils nach entsprechender Filtrierzeit über einen Rüttelantrieb bewerkstelligt wird. Der im Bild dargestellte Antriebskopf ist so konzipiert, dass durch eine gegenphasige Synchronisation der beiden Unwuchtmotoren eine überlagerte Dreh- und Axialbewegung des Tellerdruckfilters erfolgen sollte.

Die Unwuchtmotoren sollen sich dabei selbst synchronisieren. Es existiert keine aktive Phasenkopplung der Motoren. Im Versuch wurde jedoch beobachtet, dass sich die Synchronisation der Unwuchtmotoren über der Motordrehzahl ändert. Die für das kontrollierte Entfernen des Filterkuchens gewünschte gekoppelte Dreh- und Axialbewegung wechselt sich dabei mit einer unerwünschten Kippbewegung des Tellerdruckfilters ab.

Zur Ermittlung der Ursache für dieses Verhalten wurde ein FE-Modell des Tellerdruckfilters erstellt und über eine experimentelle Modalanalyse abgeglichen. In einer Stabilitätsanalyse wurde anschließend der Frequenzgang der Selbstsynchronisation ermittelt. Der im Versuch beobachtete mehrmalige Wechsel der Synchronisation während des Hochlaufs der Unwuchtmotoren konnte dabei exakt reproduziert werden. Während die Selbstsynchronisation für Drehfrequenzen weit unterhalb der untersten Strukturresonanzen allein von den Massenparametern des Filters und der Anordnung der Unwuchtmotoren abhängt, beeinflussen im höheren Frequenzbereich die Modalparameter des Tellerdruckfilters die Selbstsynchronisation entscheidend und müssen deshalb bei der Auslegung der Antriebseinheiten berücksichtigt werden.

Lesen Sie hierzu unseren ausführlichen Artikel.

© ISMB Dautermann GmbH