Home English Suche
CONTACT Suche HOME
Sie befinden sich hier:
Betriebsfestigkeit Motorlager

Betriebsfestigkeit

Betriebsfestigkeit eines Motorlagers

Beim Lebensdauertest eines PKW-Motorlagers wurden unter Prüfstandsbedingungen immer wieder Schwingungsrisse fest-gestellt. Das Motorlager ist als Schweißkonstruktion ausgeführt und besteht aus einem schuh-förmig gebogenen Blechteil als obere Hälfte (cyan), die mit der nach hinten gebogenen Sohle (orange) verschweißt (grün) ist. Zur Einleitung dynamischer Kräfte wurde ein Kolben an die untere Schuhhälfte (orange) geschraubt. Bei diesen Versuchen stellten sich oft Risse im vorderen Schuhbereich ein, beginnend am Spalt.

Mittels FE-Berechnungen wurden an der Rissspitze Wechselspannungen von 86 [N/mm²] ermittelt. Diese überschreiten die zulässige Dauerbelastung der Motorlagerung. Deshalb wurde zunächst geprüft, ob durch Schließen des Spaltes eine Verringerung der dynamischen Spannungen erreicht werden könnte. Dabei zeigte sich jedoch, dass bei zugeschweißtem Spalt die maximalen dynamischen Spannungen mit 91 [N/mm²] noch höher liegen als bei der Ausgangsvariante.

Bei näherer Analyse des Prüfstandes stellte sich heraus, dass die Aufnahme des Motorlagers im Prüfstand, verglichen mit der Einbausituation im Fahrzeug, zu starr gewählt wurde. Dies traf auch für die Art der Lastaufbringung zu. Die Rissbildungen während der Betriebsfestigkeitstests stellten sich somit als rein prüfstandsbedingt heraus. Infolge dieser Untersuchungen wurde der Prüfstand den Einbaubedingungen im Fahrzeug besser angepasst und somit obige Rissbildung vermieden.

Lesen Sie heirzu unseren ausführlichen Artikel.

© ISMB Dautermann GmbH